Benötigt Ihre Firewall ein Update? Ja oder nein?
Woran Sie erkennen, dass Ihre Firewall veraltet ist – fünf Tipps auf einen Blick.
Firewalls sind wie Autos: Irgendwann reicht ein Ölwechsel nicht mehr, sondern es muss ein neues Modell her. Viele Unternehmen nutzen jedoch immer noch eine klapperige Lösung.
Dabei gibt es klare Anzeichen dafür, dass Ihre Firewall längst nicht mehr Schritt hält. In diesem Beitrag geben wir Ihnen fünf Hinweise, die zeigen, dass Ihre Firewall dringend aktualisiert werden muss.
Fünf Hinweise, dass Ihre Firewall aktualisiert werden muss
Fühlen Sie sich mit Ihrer alten On-Prem-Lösung noch sicher? Aktualisieren Sie Ihre Firewall, wenn einer oder mehrere der folgenden Punkte auf Ihr System zutreffen.
1. Fehlende Patches seit mehr als 6 Monaten
Ihre Firewall erhält keine Sicherheitsupdates mehr oder der Hersteller hat den Support eingestellt. Besonders kritisch ist das bei Geräten 5 Jahre und älter: Viele Hersteller stoppen dann den Support. Natürlich sollten Sie auch regelmäßig die Firewall-Einstellungen selbst aktualisieren und so ermitteln, ob sie noch Ihren Ansprüchen gerecht werden.
Wieso ist das so?
Nicht gepatchte Firewalls bergen ein hohes Risiko, da bekannte Schwachstellen häufig aktiv ausgenutzt werden. Ohne Herstellersupport ist die Firewall faktisch verwundbar.
2. Keine Deep Packet Inspection (DPI)
Ihre Firewall blockiert lediglich auf Port-Ebene und erkennt weder verschlüsselte Bedrohungen noch moderne Angriffsmuster. Wenn Sie nicht wissen, welche Anwendungen tatsächlich durch Ihre Firewall gehen, ist das ein Alarmsignal.
Warum?
Firewalls ohne DPI sind heute nicht mehr zeitgemäß. Moderne Bedrohungen verstecken sich oft im verschlüsselten oder komplexen Datenverkehr. Nur mit DPI können Firewalls Inhalte analysieren und gezielte Angriffe oder Datenlecks erkennen. Das reine Blockieren auf Port-Ebene reicht längst nicht mehr aus.
3. Fehlende Integration in moderne Sicherheitsarchitekturen
Die Firewall kann nicht mit SIEM-Systemen (Security Information and Event Management sammelt und analysiert sicherheitsrelevante Daten, um Bedrohungen frühzeitig zu erkennen), EDR-Lösungen (Endpoint Detection and Response) oder Cloud-Security-Tools kommunizieren. Isolierte Sicherheitslösungen sind heute ein Risiko.
Weshalb führt das zu einem Problem?
Ohne die Integration zeitgemäßer Sicherheitsstrukturen bleibt die Firewall eine isolierte Insellösung. Das erschwert die Erkennung und Reaktion auf Bedrohungen massiv. Moderne Sicherheitskonzepte setzen dagegen auf die Korrelation von Ereignissen und automatisierte Reaktionen.
4. Performance-Einbrüche bei SSL-Inspektion
Sobald Sie verschlüsselten Traffic prüfen, bricht die Geschwindigkeit massiv ein. Moderne Firewalls sollten auch bei aktivierter SSL-Inspektion 80 Prozent der Bandbreite liefern.
Na und?
SSL-Inspektion ist heute Pflicht, weil der Großteil des Datenverkehrs verschlüsselt ist. Verliert die Firewall bei aktivierter SSL-Inspektion massiv an Performance, ist sie technisch überholt und kann ihre Schutzfunktion nicht mehr erfüllen.
5. Keine Unterstützung für moderne Arbeitsweisen
Die Firewall kann keine Homeoffice-Verbindungen sicher verwalten, unterstützt keinen Zero-Trust-Network-Access (ZTNA) und hat Probleme mit Cloud-Anwendungen wie Microsoft 365.
Sie fragen sich, wozu das alles?
Eine moderne Firewall muss Homeoffice, Cloud-Anwendungen und Zero-Trust-Konzepte unterstützen. Legacy-Firewalls sind dafür oft nicht ausgelegt und können weder sichere Remote-Verbindungen noch eine flexible, identitätsbasierte Zugriffssteuerung bieten. Mehr zu Zero Trust lesen Sie hier.
Die Firewall ist veraltet und muss aktualisiert werden? So könnten Sie vorgehen!
Trifft mindestens einer der Punkte auf Ihre Firewall zu? Dann zögern Sie nicht zu lange. Ransomware, Phishing, Passwortdiebstahl, Malware-Infektion, Sabotage – es ist günstiger, im Vorfeld in Ihre Sicherheitsstrategie zu investieren, als im Nachgang eines Angriffs den Schaden zu beheben.
Die schlechte Nachricht: Ein guter Firewall-Schutz ist nie kostenlos. Die Kosten für Prävention durch moderne Firewalls und Security-Konzepte sind jedoch im Verhältnis zu den potenziellen Schadenssummen minimal. Sie fragen sich noch: Firewall, ja oder nein?
Nach einem erfolgreichen Angriff entstehen nicht nur direkte finanzielle Schäden, sondern auch Folgen wie Imageverlust, Produktionsausfälle und regulatorische Strafen. Diese übersteigen die Investition in IT-Sicherheit um ein Vielfaches.
Ein Managed Service Provider (MSP) kann Ihnen an entscheidenden Stellen dabei helfen, die Herausforderungen veralteter Firewalls zu überwinden und Ihre IT-Sicherheit nachhaltig zu stärken. Gerade für mittelständische Unternehmen, die oft unter Fachkräftemangel und Ressourcenknappheit leiden, ist ein MSP eine effiziente Lösung, um das Sicherheitsniveau zu erhöhen und gleichzeitig die eigene IT zu entlasten.
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